Hygieneartikel für den Büroalltag

Gewusst wie – das Einmaleins der Sauberkeit

Welche Orte in einem Unternehmen versammeln die meisten Bakterien? Bei dieser Frage denken viele zunächst einmal an das stille Örtchen. Laut Experten und diversen Studien sieht die Realität aber anders aus. Höchste Zeit, unsere Hygiene zu hinterfragen – und einen Beitrag zu mehr Sauberkeit und Wohlbefinden zu leisten.

In Unternehmen, wo viele Menschen ein und aus gehen – Mitarbeitende, aber auch Besucherinnen und Besucher –, sind Türgriffe und Lichtschalter die Hotspots für ein erhöhtes Auftreten von Keimen. Aber auch Telefonhörer und Tastaturen können sich zu schieren Bakterienfarmen entwickeln. Ganz allgemein lässt sich festhalten, dass der Arbeitsplatz der Ort in einem Unternehmen ist, wo sich in der Regel mehr Keime tummeln als im Sanitärbereich. Der Grund dafür ist simpel: Über die Hände werden am meisten Keime weitergegeben. Wer sich also gründlich die Hände mit Seife wäscht oder desinfiziert, kann eine Verbreitung von Keimen aktiv stoppen.

 

Warum Hygiene wichtig ist

Wo Hygiene fehlt, sind Krankheiten nicht weit. Wer hat sich nicht schon beim Husten die Hand vor den Mund gehalten anstatt die Armbeuge? Und wie oft wäscht man sich die Hände, nach dem man sich die Nase geputzt hat? Besonders auf Oberflächen, die von vielen Menschen angefasst werden, haben Erreger ein leichtes Spiel, den Wirt zu wechseln – wenn nicht regelmässig gereinigt wird. Ungenügende Hygiene kann besonders für Menschen kritisch werden, die bereits gesundheitlich angeschlagen sind und über ein geschwächtes Immunsystem verfügen. Es gehe aber nicht um eine übertriebene Hygiene, erklärt Marcel Fleischli, Verkaufsspezialist Hygiene/Reinigung bei Lyreco. «Es geht darum, richtig zu reinigen. Man muss die Gebäudereinigung deshalb ganz klar unterscheiden vom Saubermachen zu Hause.»

 

Hygienische Reinigung braucht System

Die Einhaltung von Hygiene-Grundregeln ist in Unternehmen besonders wichtig. Um diese einhalten zu können, braucht es Fachwissen. Dazu gehört auch die korrekte Umsetzung des 4-Farben-Prinzips in der Reinigung. Die Methode unterstützt dabei, Keime während des Saubermachens nicht zu verschleppen. Jede Farbe steht deshalb für einen bestimmten Bereich. Rot fungiert im System als Gefahrenfarbe und kommt im sanitären Bereich der Toiletten und Pissoirs zum Einsatz. Gelb wiederum wird für Lavabos oder Spiegel verwendet. Aber nicht nur für die Einsatzbereiche gibt es klare Regeln, sondern auch bei der Abfolge des Saubermachens. Es gilt: von sauber zu schmutzig, also vom Spiegel zum Brünneli zum WC. Ganz zuletzt folgt der Boden. Reinigunstücher werden immer nur innerhalb einer Farbfamilie verwendet. Und: «Bei der Unterhaltsreinigung sollte man grundsätzlich immer Handschuhe tragen», ergänzt Marcel Fleischli.

Marcel Fleischli, Lyreco Industrial Verkaufsspezialist

Die Reinigung in Unternehmen hat professionellen Anforderungen zu genügen.

Marcel Fleischli
Verkaufsspezialist Hygiene/Reinigung bei Lyreco

Richtiges Reinigen heisst regelmässiges Reinigen

Wie oft bestimmte Bereiche in einem Unternehmen gereinigt werden müssen, hängt mitunter von der Anzahl der Mitarbeitenden oder von Besucherzahlen ab. In kleineren Betrieben reicht in der Regeleinmal pro Tag, jedoch nicht weniger. Wichtig ist bei der Reinigung auch die Wahl des Reinigungsmittels. Im sanitären Bereich kommen Produkte mit einem bestimmten Säuregehalt zur Anwendung. In der Regel liegt der pH-Wert der verwendeten Produkte bei 2, um auch Kalkrückstände erfolgreich zu entfernen. Immer öfter kommen dabei ökologische Produkte zum Einsatz, die zu einem grossen Teil auf Chemie verzichten, aber nicht weniger wirksam sind.

Im Bereich der Büroreinigung – im 4-Farben-System blau markiert – eignen sich Produkte mit Alkohol besonders, da sie schnell trocknen. Mit demselben Produkt lassen sich unterschiedliche Flächen reinigen wie zum Beispiel Glasscheiben, Sitzungstische oder Tresen, aber auch Türgriffe oder Lichtschalter. «Die Idee ist: möglichst wenige Produkte für einen möglichst breiten Einsatz», erklärt der Experte.

Hygiene im Büro, Türgriffe reinigen (Foto: Getty Images)

Die Mitarbeitenden mit ins Boot holen lohnt sich

Nicht jedes Unternehmen kann sich die tägliche Reinigung durch Fachpersonal leisten. Um die Sauberkeit im Büro zu gewährleisten, hilft es, die Mitarbeitenden zu motivieren, Teil der Ordnungskultur zu sein. Zum Beispiel, indem sie den eigenen Arbeitsplatz sauber halten. «Dazu ist es wichtig, den Mitarbeitenden die richtigen Mittel zur Verfügung zu stellen», unterstreicht Marcel Fleischli. «Ich kenne das von grösseren Unternehmen, wo an den Arbeitsplätzen spezielle Feuchtigkeitstücher zur Reinigung des Arbeitsplatzes Standard sind.» Diese Tücher sind so konzipiert, dass sie Schmutz und Fettrückstände wie Fingerabdrücke entfernen, ohne die Oberflächen von Bildschirmen anzugreifen. Der Experte ergänzt: «Ich empfehle, den Arbeitsplatz jeden Tag zu reinigen: also die Fläche vor der Tastatur, die Tastatur selber und den Telefonhörer. Für den Bildschirm reicht einmal pro Woche.»