Lyreco Cargo Bike Delivery

Das neue Cargo-Bike bringt’s

Seit Juni hat Lyreco das erste eigene Cargo-Bike im Einsatz. Der Botschafter Yehoshua Miserez testet das umweltschonende Transportmittel der neuen Generation. Die verbesserte Mobilität und der vergrösserte Laderaum überzeugen ihn. Ein Lächeln aber zaubern ihm die Kunden ins Gesicht.

Während viele zu Hause noch in den Startlöchern stehen, begibt sich Yehoshua Miserez um 7 Uhr morgens auf die erste seiner drei Routen. Dass die Gassen Basels bei allen Witterungen sein Arbeitsplatz sind, stört ihn nicht. Im Gegenteil: «Ich geniesse die Sonne und bin auch glücklich, wenn es regnet. Anstatt einfach den Scheibenwischer im Auto anzumachen, spüre ich, wie mir der Wind um die Ohren weht. Und wenn Schneeflocken vom Himmel tanzen, ist das Fahren noch spezieller.»

 

Dank einem Umzug zum Cargo-Fahrer

Vor vier Jahren tauschte Yehoshua den Bürostuhl gegen den Fahrradsattel. Seither schlängelt er sich an vier Tagen in der Woche mit maximal 25 Stundenkilometern durch die Häuser Basels. Der Grund für den Berufswechsel war ein Umzug. «Aus privaten Gründen bin ich von Bern nach Basel gezogen. Der Tapetenwechsel kam gerade richtig – und das Stellenangebot als Rikscha-Kurier des Lyreco Subunternehmens Rikscha Taxi faszinierte mich.» Nebst der neu gewonnen Freiheit, unter freiem Himmel zu arbeiten, lernte der ehemalige Mitarbeiter des Sozialdienstes Bern vor allem den Kundenkontakt lieben. Dieser zaubert ihm immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. So zum Beispiel, als ihn ein Kunde auf den schönen Berner Dialekt ansprach oder ein anderer ihm mitteilte, er sei sein Lieblingsbotschafter.

Yehoshua Miserez im Gespräch

Nebst der neu gewonnen Freiheit, unter freiem Himmel zu arbeiten, lernte ich vor allem den Kundenkontakt lieben.

Yehoshua Miserez
Lyreco Botschafter
Lyreco Botschafter Yehoshua Miserez

Mit Köpfchen und Beinen zum Ziel

Während Lyreco früher die Lieferungen per E-Rikscha noch komplett auslagerte, verfügt das Unternehmen seit Juni dieses Jahres über sein eigenes Cargo-Bike. Auch Yehoshua ist seit Juni 2021 direkt bei Lyreco angestellt. Für ihn ein Vorteil, weil die Kommunikation einfacher und das Klima familiärer sind. Nun testet er als erster E-Bike-Kurier das neue Gefährt. Dank der höheren Ladekapazität des Cargo-Bikes begibt sich der sympathische Fahrer nur noch auf drei statt fünf Liefertouren pro Tag. Das lässt ihm mehr Zeit bei den Kunden. Die Vorbereitungen beginnen frühmorgens, wenn er mit seinen zwei Teamkollegen im Cargo-Bahnhof die Pakete auf die Touren verteilt. Anfangs noch mithilfe eines Navis, mittlerweile mit Verlass auf das trainierte Gedächtnis manövriert sich der gelernte Koch danach bis 16 Uhr durch die Basler Stadt. Dass er dabei auch Herausforderungen überwinden muss, gehört zum Berufsalltag: «Es gibt Distanzen und Wege, die sehr steil sind und die einem wirklich zu schaffen machen. Manchmal ist man völlig ausgepowert. Auch Baustellen und ungeduldige Autofahrer erschweren das Leben eines Cargo-Bike-Fahrers.» Ein schöner Nebeneffekt der im Durchschnitt 40 Kilometer langen Route pro Tag seien aber die gewonnene Fitness und das fehlende schlechte Gewissen beim Verzehren von Ungesundem: «Als ich anfing, war ich 90 Kilogramm schwer. Mittlerweile wiege ich 75 Kilogramm und kann ohne schlechtes Gewissen essen, was ich möchte.»

Yehoshua Miserez im Gespräch

Um die zusätzliche Ladefläche und Unterstützung bin ich sehr froh, das macht wirklich viel aus.

Yehoshua Miserez
Lyreco Botschafter

Not macht erfinderisch

Weil keine neuen E-Rikschas lieferbar waren, machte sich Lyreco auf die Suche nach einer neuen Lösung. Mit Urban Mobility wurde in Deutschland ein Hersteller gefunden, der ein bereits erprobtes Produkt auf der Strasse hat und mit Lyreco den Zulassungsprozess in der Schweiz durchlief. Nun ist das erste Cargo-Bike mit dieser Transportkapazität im Einsatz. Technische Vorteile der neuen Generation gegenüber der E-Rikscha sind vor allem der entwickelte Hinterantrieb, der über einen Stromgenerator erfolgt und dem Fahrer bessere Unterstützung bietet. Die Vorderradgabel und die Bremsanlage stammen aus dem Motoradbereich und sind entsprechend stabiler. Hinzu kommt die vielfach optimierte Batterieleistung, die für eine Distanz von 80 Kilometern reicht und entsprechend über Nacht geladen werden muss. «Um die zusätzliche Ladefläche und Unterstützung bin ich sehr froh, das macht wirklich viel aus», ist Yehoshua begeistert. Das Fahrgefühl mit der Neigetechnik ist allerdings anders, was das Kurvenfahren verändert. «Mit dem Cargo-Bike ist es möglich, sich regelrecht in die Kurven zu legen. Zu Beginn musste ich mich daran gewöhnen, mittlerweile fällt es mir leichter», fügt Yehoshua an.

 

 

Noch in der Testphase

Ob sich die Cargo-Bikes auch in Zürich und Bern durchsetzen, wird sich zeigen. Yehoshuas Urteil als Testfahrer wird dafür ausschlaggebend sein. Weitere fünf Bikes sind bestellt und sollten Ende September geliefert werden. «Mich interessiert es auf jeden Fall zu erfahren, wie das Cargo-Bike in Zürich und Bern ankommt. Denn nirgends ist es so steil wie in Basel», sagt Yehoshua abschliessend und schwingt sich lächelnd für die nächste Tour auf sein neues Gefährt.

Yehoshua Miserez on Tour

Das neue Cargo-Bike

Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs beträgt 450 Kilogramm, die Nutzlast 150 Kilogramm, das Volumen der Box 2 Kubikmeter. Die Lieferkapazität ist für Lyreco zentral, da bei jeder Lieferung immer das Leergut zurückgenommen wird. Die Batterieleistung reicht bis zu 80 Kilometern pro Tag. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Stundenkilometer mit Tretunterstützung. Der Einsatz des Cargo-Bikes trägt zur erfreulichen Umweltbilanz von Lyreco bei.