People are holding a plant in their joined hands

Nachhaltigkeit kostet mehr: Mythos oder Wahrheit?

Nachhaltigkeit hat sich zum Mainstream entwickelt. Verbraucher achten bei der Produktwahl zunehmend auf grüne Produkte – und bezahlen dafür auch gerne mal mehr. Ist ein ökologisch produziertes Produkt aber wirklich immer teurer? Oder gibt es auch preiswerte grüne Alterativen? Wir haben den Test gemacht und klären den Mythos auf.

Lyreco bietet seinen Kunden schon heute ein breites Sortiment mit über 2000 umweltfreundlichen Produkten an. Ausgezeichnet werden diese mit dem «Grünen Baum»: Das Label versammelt Produkte mit unterschiedlichen Umweltlabels unter einem Dach – und bietet Kunden eine schnelle Übersicht, sich nachhaltig auszurüsten.

Nachhaltige Produkte haben ihren Preis

Die neue Studie der Unternehmungsberatung Kearney hat es in «Why today’s pricing is sabotaging sustainability» verdeutlicht. Grüne Produkte sind häufig teurer als herkömmliche: im Schnitt um 70 bis 85 Prozent. Dass nachhaltigere Produkte mehr kosten müssen als herkömmliche, erachtet Pierre Strub, Gründer und Inhaber von nachhaltig wirkt, als Irrglaube. Ein Aufpreis ist seiner Meinung nach nur dann legitim, wenn die Arbeitsbedingungen oder ein ökologischer Mehrwert (also die effektive Minderung der Umweltbelastung) gegenüber gesetzlichen Standards erzielt wird. «Bei Einhaltung von gesetzlichen Standards ist ein Aufpreis unangebracht», sagt Pierre Strub. Wieso also der oftmals massive Aufpreis? «Eine saubere Produktion unter fairen Arbeitsbedingungen in günstigen Produktionsländern ermöglicht auch einen günstigen Preis», so Strub weiter. Die höheren Preise würden demnach nicht durch eine teurere Produktion getrieben, sondern oft durch Markenkosten und Zwischenhändler. Detailhändler wehren sich gegen solche Vorwürfe. Wie steht es aber um Produkte rund um den Büroalltag? Wir haben drei von ihnen unter die Lupe genommen.

Pierre Strub, amfori Network Representative Schweiz, Gründer und Inhaber von nachhaltig wirkt im Interview mit Lyreco

Es ist durchaus möglich, ein günstiges Produkt mit fairen Löhnen und ökologisch geringeren Auswirkungen herzustellen, ohne dass das Endprodukt teurer wird.

Pierre Strub
amfori Network Representative Schweiz, Gründer und Inhaber von nachhaltig wirkt

Wann darf Öko teurer sein?

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft sind viele Unternehmen bestrebt, den Produkten ein zweites oder drittes Leben zu schenken. PET wird rezykliert und wiederverwendet. Eine durchschnittliche PET-Getränkeflasche setzt sich aus 35 Prozent rezykliertem Polyethylenterephthalat (PET) zusammen. Also aus Plastik, welches Konsumenten gesammelt und dem Recycling zugeführt haben. Vergleichen wir nun zwei Mineralwasser mit Kohlensäure aus den Schweizer Alpen, kostet die grüne Variante von Valser rund ein Viertel mehr als ein konventionelles Produkt eines anderen Anbieters. Was rechtfertigt den höheren Preis? Indem Valser einen Schritt weitergeht: Die neuen PET-Flaschen bestehen zu 100 Prozent aus rezykliertem Material und schliessen den PET-Kreislauf ganz. Der Nutzen liegt auf der Hand: 100 Prozent Recycling, höherer Umweltnutzen, weniger verwendete Rohstoffe – und damit tiefere CO2-Emissionen. Dass Verbraucher für neue Innovationsstandards gerne einen Aufpreis zahlen, deckt sich mit diversen Umfrageergebnissen. Ausser bei biologischen Lebensmitteln zeigt sich der ökologische Mehrwert laut Strub aber noch zu wenig.

Valser Klimaneutral

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«Grün» geht auch günstig

Dass nachhaltige Produkte nicht immer teuer sein müssen, beweist das tolle Beispiel Toilettenpapier. Vergleicht man dreilagiges Papier mit der gleichen Anzahl Blatt pro Rolle, findet man grüne Produkte zum gleichen Preis. Statt eines hochwertigen Zellstoffs verwendet das italienische Unternehmen Lucart Professional ein Fiberpack® aus rezyklierten Zellulosefasern, die aus Tetra-Verpackungen gewonnen werden. So funktioniert Nachhaltigkeit dank einer intelligenten Lösung. Und das erst noch zu einem günstigeren Preis. So spart man bei der grünen Variante 15 Prozent.

Lucart Toilettenpapier Eco Natural bei Lyreco.ch

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Gleicher Preis trotz ökologischem Mehrwert

Auch das nächste Beispiel zeigt, dass grüne Produkte preislich mit konventionellen Konkurrenten mithalten können. Darüber hinaus unterstützt man engagierte Labels, die ressourcenschonend und fair produzieren. Dass viele Unternehmen bestrebt sind, nebst konventionellen Produkten grüne Alternativen anzubieten, beweist das finnische Unternehmen UPM Papier. Mit New Future Multi Neutral entwickelte es ein Papier, das über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg unter den strengsten Verantwortungsstandards in Umwelt-, Sozial-, Sicherheits-, Gesundheits- und Wirtschaftsfragen gefertigt wurde.

New Future Multi Neutral Papier bei Lyreco

Ab Januar 2021 unter www.lyreco.ch entdecken

Giuanna Buining, Junior Product Manager Reinigung und Hygiene Lyreco Switzerland AG

Die Coronakrise hat zwangsläufig zum Umdenken geführt. Unternehmen investieren vermehrt in die Erforschung der Herstellung grüner Produkte.

 

Giuanna Buining
Junior Product Manager Reinigung und Hygiene, Lyreco

Eine verantwortungsvolle Wahl

Welche Gründe für den Einkauf umweltfreundlicher Produkte sprechen, liegen auf der Hand.  Nachhaltige Produkte haben einen überdurchschnittlichen ökologischen, sozialen und finanziellen Wert. Auch während der Coronakrise haben sich Angebot und Nachfrage diesbezüglich verändert: Gewisse Rohstoffe waren plötzlich kaum oder gar nicht mehr verfügbar. «Eine solche Situation hat zwangsläufig zum Umdenken geführt. Unternehmen investieren vermehrt in die Erforschung der Herstellung grüner Produkte», so Giuanna Buining, Junior Product Manager bei Lyreco. Aber nicht nur die Sicht der Unternehmen hat sich verändert. Auch Verbraucher gehen sensibler mit dem Thema Umwelt um. Es ist nicht mehr nur ein Hype, unser tägliches Handeln beeinflusst unsere Umwelt. Dabei steht Lyreco seinen Kunden unterstützend zur Seite.