Lyreco Mitarbeitende in der Kaffeepause

Zur besten Lösung dank verschiedenen Generationen

Vier Generationen sind aktuell im Arbeitsmarkt tätig und treffen in Teams aufeinander. Sie alle bringen unterschiedliche Werte, Ideen und Arbeitsweisen mit. Diese Mischung birgt Herausforderungen. Gleichzeitig steckt in ihr auch viel Potenzial. Lyreco versucht, dies für seine Kundinnen und Kunden optimal zu nutzen.

Diversity ist in der Arbeitswelt ein viel diskutiertes Thema. Häufig steht dabei die Geschlechterfrage im Fokus. Zum Stichwort Vielfalt gehört aber genauso die Generationenfrage. Und diese ist nicht minder spannend, vor allem in der heutigen Zeit. Denn aufgrund des steigenden Pensionsalters sowie kürzerer Studiengänge arbeiten vermehrt Menschen aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Aktuell treffen auf dem Arbeitsmarkt vier Generationen aufeinander: Babyboomer, die Generation X, Millennials und die Generation Z.

Von leistungsbereit bis fordernd

Auch bei Lyreco arbeiten unterschiedliche Generationen in Teams zusammen: Wir bilden Lernende aus, bieten Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten und können auf langjährige und erfahrene Mitarbeitende zählen. Jede Generation bringt ihre eigene Arbeitseinstellung, ihre Ideen und Werte mit in unser Unternehmen. Das birgt viele Chancen, aber auch Herausforderungen. Um diese zu erfassen, lohnt sich ein Blick auf die Generationen und ihre Eigenschaften:

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Die Babyboomer

1946–1964

Hier trifft man sie:

  • Jene, die noch arbeiten, verfügen über viel Erfahrung und besetzen entsprechend häufig Führungspositionen.

So wichtig ist ihnen die Arbeit:

  • Die Arbeit bildet für diese Generation den Lebensmittelpunkt. Ihre Mitglieder haben viel Zeit in den Beruf investiert und prägten den Begriff Workaholic.

Das wollen sie:

  • Ein schneller Aufstieg, sichere Positionen, stabile Beziehungen und der persönliche Austausch sind dieser Generation genauso wichtig wie klare Strukturen. Letztere dürfen auch traditionell sein. 

Das bringen sie mit:

  • Die Babyboomer leisten viel, sind zuverlässig und verfügen über eine hohe Arbeitsmoral. Sie gelten ausserdem als äusserst loyal gegenüber ihrem Arbeitgeber.

Die Generation X

1965–1980

Hier trifft man sie:

  • Die Mitglieder dieser Generation sind bereits einige Zeit auf dem Arbeitsmarkt. Zusammen mit den Babyboomern besetzen sie einen Grossteil der Führungspositionen.

So wichtig ist ihr die Arbeit:

  • Karriere und Bildung haben einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig legt die Generation X als erste auch Wert auf die Work-Life-Balance.

Das will sie:

  • Aufstiegsmöglichkeiten und Statussymbole sind gerne gesehen. Sicherheit, Wertschätzung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind aber ebenso wichtig.

Das bringt sie mit:

  • Die Generation X gilt als motiviert, gewissenhaft und ergebnisorientiert. Zudem ist sie technikaffin, obwohl viele erst im Erwachsenenalter mit der Digitalisierung konfrontiert wurden.

Die Millennials

1981–1996

Hier trifft man sie:

  • Millennials erobern zurzeit den Arbeitsmarkt. Nach und nach gelangen sie auch in Führungspositionen.

So wichtig ist ihnen die Arbeit:

  • Die Arbeit ist wichtig, die Karriere hingegen weniger. Diese Generation will sich verwirklichen. Ein hoher Lohn kommt an zweiter Stelle.

Das wollen sie:

  • Flexibilität, mobiles Arbeiten, abwechslungsreiche Inhalte, eine gute Führung, keine konservativen Strukturen: Millennials haben hohe Ansprüche an Arbeitgeber.

Das bringen sie mit:

  • Die Generation Y ist flexibel und trennt Arbeit und Privatleben nicht strikt. Ihre Mitglieder sind lernwillig, selbstständig, vernetzt, Teamplayer und die ersten Digital Natives.

Die Generation Z

1997–2012

Hier trifft man sie:

  • Die Generation Z fasst Fuss auf dem Arbeitsmarkt und gehört zu den Berufseinsteigern.

So wichtig ist ihr die Arbeit:

  • Im Gegensatz zu den Millennials will sich die Generation Z weniger bei der Arbeit verwirklichen. Dies wird eher in der Freizeit ausgelebt. Die Arbeit soll Freude machen und Entwicklung ermöglichen. Der Arbeitgeber verliert an Stellenwert.

Das will sie:

  • Interessante Projekte, Spass, Kommunikation auf Augenhöhe, Mitsprache, ein gutes Klima und Sicherheit, das wünscht sich die Generation Z. Zudem trennt sie klar zwischen Arbeit und Freizeit.

Das bringt sie mit:

  • Diese Generation ist technisch extrem versiert. Ihre Kenntnisse lässt sie in die Arbeit einfliessen. Sie gilt als engagiert, unabhängig und neugierig.

Die hohe Geschwindigkeit verlangt nach neuer Führung

In Unternehmen, in denen unterschiedliche Generationen zusammenarbeiten, prallen teilweise Welten aufeinander. Im Extremfall liegen zwischen den jüngsten und den ältesten Teammitgliedern rund 40 Jahre. Das kann Folgen für das Arbeitsklima haben. «Es kann zu Spannungen kommen, vor allem, wenn es Vorurteile gibt», sagt Matthias Mölleney, Leiter des Center for Human Resources Management & Leadership. Eine besonders heikle Mischung oder eine Kombination, die gut funktioniert, will der Experte nicht definieren. Aber: «Schwierig wird es oft, wenn jüngere Vorgesetzte auf ältere Mitarbeitende treffen, die sich nichts sagen lassen wollen», so Mölleney. Und dies ist immer mehr der Fall, denn die Millennials stossen in die Führungspositionen vor und krempeln einiges um: «Der Bedarf nach höherer Entscheidungsgeschwindigkeit sorgt dafür, dass sich die Arbeitswelt und damit auch der Führungsstil verändern müssen. Die Millennials haben die Chance, diese neuartigen Führungsanforderungen anzunehmen und Neues zu entwickeln», sagt Matthias Mölleney.

 

Matthias Mölleney im Gespräch mit Lyreco

Bisher hat mich persönlich die Generation Y am meisten beeindruckt, weil sie am konsequentesten die alten Top-down-Ansätze abgelehnt und am kreativsten neue Formen der Selbstorganisation ausprobiert hat.

Matthias Mölleney

Leiter des Center for Human Resources Management & Leadership

Teambuilding als wichtiges Instrument

Damit die Zusammenarbeit der Generationen funktioniert – unabhängig von der Konstellation –, ist es laut Mölleney wichtig, dass Mitarbeitende aufeinander zugehen. «Nur wer sich füreinander interessiert und miteinander redet, kann Vorurteile ab- und gegenseitiges Verständnis aufbauen.» Als Unternehmen kann man diesen Prozess unterstützen, indem Teambuilding gefördert wird. Dazu gehören eine offene Kommunikation, eine wertschätzende Feedbackkultur sowie ein aktives Konfliktmanagement. Um den Dialog zwischen den Generationen zu fördern, helfen Möglichkeiten für einen informellen Austausch, beispielsweise in einer gemeinsamen Kaffeepause. «Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Generationen gut miteinander kooperieren und ihre Stärken in die Arbeit einbringen können», erklärt Mölleney.

 

Für die Lösung komplexer Probleme braucht es alle

Gelingt dies einem Unternehmen, zahlt sich der Einsatz aus. Laut Studien sind Teams mit einer hohen Diversität ein echter Gewinn. Denn für die Lösung komplexer Aufgaben sind unterschiedliche Fähigkeiten aus verschiedenen Alters-, Erfahrungs- und Hierarchiestufen gefragt. Wie eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt, verfügen jüngere Mitarbeitende dabei vor allem über «Innovationswissen» und suchen nach neuen Lösungswegen, während ihre älteren Kolleginnen und Kollegen dafür ein höheres betriebsspezifisches und berufliches Wissen haben. Werden diese Fähigkeiten gekonnt kombiniert, ist das für Unternehmen eine Erfolg versprechende Mischung, wie Matthias Mölleney bestätigt: «Die Kombination verschiedener persönlicher Merkmale, Hintergründe und Erfahrungen trägt erheblich zu besseren Teamleistungen bei.»

 

Weil auch wir bei Lyreco überzeugt sind, dass gemischte Teams besser funktionieren, bringen wir Mitarbeitende aus verschiedenen Generationen zusammen. So erzielen wir für unsere Kunden das beste Ergebnis. Wie die Generationen bei uns voneinander profitieren, erfahren Sie im Interview.

 

 

Zwei Generationen, zwei Welten

Monika Mainardi, Specialist Promo, ist 62 Jahre alt, seit 30 Jahren bei Lyreco tätig und eine Babyboomerin. Thushinthan Karunakaran, Lernender Kundendialog, ist 17 Jahre alt, gehört zur Generation Z und arbeitet seit August 2020 bei Lyreco. Die beiden sprechen darüber, was ihnen bei der Arbeit wichtig ist, welchen Stellenwert der Beruf hat und was sie voneinander lernen können.

Monika Mainardi und Thushinthan Karunakaran im Interview

 

Monika, Thushinthan, ihr beide kommt aus ganz unterschiedlichen Generationen. Was zeichnet eure Generation in der Arbeitswelt aus?

Monika: Wir setzen uns stark ein für ein Unternehmen und haben viele Veränderungen miterlebt. Beispielsweise die ganze Entwicklung der IT und die Digitalisierung. Wir haben tiefe Branchenkenntnisse und verfügen über ein grosses Wissen.

Thushinthan: Unsere Generation kennt sich sehr gut mit neuen Medien und Computern aus. Technische Probleme haben wir selten. In der Arbeitswelt sind wir die Unerfahrenen. Wir müssen viel fragen und sind gleichzeitig die Letzten, die gefragt werden. Uns werden auch nur selten komplexe Aufgaben anvertraut. Das ist für mich in Ordnung. Ich finde aber auch, dass man uns etwas mehr zutrauen könnte.

Wie profitieren die Generationen im Berufsalltag voneinander?

Monika: Im technischen Bereich können wir viel profitieren. Wenn ich ein Problem habe, kann ich meine jungen Kolleginnen und Kollegen fragen und bekomme Hilfe. Ausserdem erfahre ich immer viel Neues. Ich finde es spannend, in die Welt der Jungen einzutauchen.

Thushinthan: Ich kann viel von den Erfahrungen meiner Kolleginnen und Kollegen profitieren. Vor allem, wenn es um Arbeitsprozesse oder Wissen rund um das Unternehmen geht.

Welche Werte sind euch bei der Arbeit wichtig?

Monika: Respekt, Zuhören und Leidenschaft. Diese Werte sind mir sehr wichtig. Und dass man die Arbeit ernst nimmt. Unsere Generation nimmt den Beruf vielleicht etwas zu ernst. Ich finde aber, dass die Jüngeren vieles zu entspannt sehen.

Thushinthan: Respekt ist mir auch wichtig. Ich möchte aber auch Anerkennung und bei Entscheidungen miteinbezogen werden. Ich erlebe es oft, dass Kolleginnen und Kollegen bei Fragen auf meine Praxisbildnerin zugehen statt auf mich. Das finde ich schade. Ich würde es schätzen, wenn ich gefragt würde.Ich wünsche mir Gleichbehandlung und Gleichberechtigung.

Welchen Stellenwert hat die Arbeit in eurem Leben?

Thushinthan: Während der Schulzeit dachte ich, dass der Lohn das Wichtigste ist. Inzwischen weiss ich, dass Spass am Beruf oder das Arbeitsklima genauso zentral sind. Die Arbeit ist mir wichtig, aber sie ist nicht die Nummer eins in meinem Leben. Ich bin engagiert, leiste aber nicht gerne Überstunden. Wenn ich Feierabend habe, will ich nicht mehr über die Arbeit nachdenken. Arbeit ist Arbeit, Freizeit ist Freizeit.

Monika: Zu Beginn meiner Karriere habe ich gearbeitet, um meine Existenz zu sichern und selbstständig zu werden. In der Werbeartikelbranche habe ich dann eine Tätigkeit gefunden, die mir wirklich Freude macht und für die ich bereit war, viel zu leisten. Trotzdem ist die Arbeit nicht mein ganzer Lebensinhalt. Aber ich bin immer gerne bereit, einen Extraeinsatz zu leisten. 

Monika, was würdest du Tushinthan mit auf seinen beruflichen Weg geben?

Dranbleiben und Geduld haben. Verlier deine Ziele nicht aus den Augen, aber probier, nicht zu viel zu wollen. Man kann immer etwas lernen, egal, wo man ist oder was man macht.

Thushinthan, was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich erfolgreich bin. Ich will meine Leistungen verbessern, meine Ausbildung erfolgreich abschliessen und mich weiterentwickeln.